Wie der Mainbook Verlag und ich zusammenkamen

In meinem ersten Blogbeitrag hatte ich ja bereits erwähnt, dass der Weg von meinem Buch zum Mainbook Verlag eine längere Geschichte ist. Diese Geschichte erhält nun, nachdem trotz Problemen bei der Post mein Verlagsvertrag endlich beidseitig unterschrieben auf meinem Tisch liegt, in diesem Beitrag ihren Platz …

Frankfurt Mainbook Verlag

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Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt

Nachdem ich die Rohfassung von Band 1 meiner (Jugend-) Fantasy-Reihe beendet hatte, schuf ich ein weiteres „Werk“. Einen Thriller, der ehrlich gesagt auch ein Krimi sein könnte. Mit der Definition dazu bin ich mir im Moment selbst gar nicht mehr so sicher. Dieser Krimi / Thriller durchlief jedenfalls den gleichen Prozess wie Band 1 meines Fantasy Buchs:

  • Ich arbeitete Figuren aus,
  • definierte Handlungsorte,
  • fertigte ein Mind Map an, aufgrund dessen ich zu schreiben begann,
  • überarbeitete Seite für Seite das gesamte Manuskript und änderte fleißig ab.

Als die erste Rohfassung fertig war, ging sie an meine Testleser Henrik, Kathleen und Katrin. Ihre Rückmeldungen arbeitete ich ein und versuchte, sie bestmöglich umzusetzen. Auch hier gab es für die ersten 50 Seiten ein Groblektorat und ein Korrektorat von Maria Rumler. Mit diesem Stand trat ich an verschiedene Verlage heran. Auch an den Mainbook Verlag.

Meine Erfahrungen mit der Verlagssuche

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Wie vermutlich die meisten anderen angehenden Autoren, recherchierte auch ich, was das Zeug hielt. Ich machte mich im www auf die Suche nach verschiedenen Verlagen, deren Verlagsprogramm Thriller und Krimis führt. Verlage, zu denen meiner Einschätzung nach mein Manuskript passen könnte, schrieb ich mir heraus und packte mir folgende Infos dazu:

  • Um welche Formatierung bittet der Verlag bei dem Manuskript?
  • Welche Seitenanzahl (Normseiten) erwartet der Verlag als Leseprobe?
  • Gibt es spezifische Anforderungen an das Exposé? Wenn ja: Welche?
  • In welcher Form kann ich Exposé und Leseprobe beim Verlag einreichen (in Papierform per Post oder als E-Mail)?

 

Je Verlag fertigte ich daraufhin individuelle Anschreiben, Leseproben und Exposés vor – und schickte meine Manuskriptvorstellung auf ihre jeweilige Reise. Da ich im Vorfeld schon viel über das Thema recherchiert hatte, machte ich mir auch nichts vor. Dass ein langwieriger Prozess mit vielen Absagen vor mir lag, war mir vollkommen klar. Und es kam wie erwartet: Es hagelte prompt zahlreiche Absagen. Auch vom Mainbook Verlag. Doch Gerd Fischer sagte nicht einfach ab. Im Juli 2016 fragte er neben der Absage auch das Manuskript zum Auftakt meiner Fantasy-Reihe an, das ich im Exposé in einem Nebensatz als „aktuelles Projekt“ erwähnt hatte.

Das sind ganz grob meine Erfahrungen mit der Verlagssuche. Ich tüftle allerdings gerade parallel an weiteren Blogbeiträgen, in denen ich mich voll und ganz den Themen Verlagssuche, Verlag vs. Agentur und Selfpublishing widme. Schaut doch dazu bei Gelegenheit noch mal bei mir vorbei. Ich würde mich freuen!

Die Projektanfrage vom Mainbook Verlag traf mich völlig überraschend!

Der ursprüngliche Plan war, dass ich mich mit meinem Fantasy Projekt erst an Verlage und Agenturen herantraue, sobald die Rohfassungen von Band 2 und 3 zumindest ganz grob stehen. Deshalb musste ich auch erst mal ein Exposé für meine Fantasy Reihe erstellen. Schließlich hatte ich hier noch gar nichts in der Schublade liegen.

Nach Gerds Anfrage bastelte ich also mein Exposé für Band 1 zusammen, fügte die groben Handlungsstränge für Band 2 und 3 hinzu und schickte das Exposé samt Leseprobe ab.

Drei Wochen später hatte ich eine E-Mail vom Mainbook im Postfach. Kleine Kritiken an Handlung und Text trudelten ein. Doch nicht nur das, sondern auch ein Satz, der heute als Auftakt für mein anstehendes Autorendebüt gilt: „Ich finde dein Konzept sehr gut und könnte mir vorstellen, die Serie herauszubringen.“

Shaking Hands – und was danach folgte

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Ende August 2016 erhielt ich von Gerd einen Vertragsentwurf, der die groben Eckdaten unseres nun gemeinsamen Projekts regelte. Den Vertrag unterzeichnete ich, wie in diesem Beitrag bejubelt, erst am 09.08.2017. In diesem Jahr, zwischen der mündlichen Vereinbarung und dem fixierten Vertrag, hatten wir allerdings nicht die Hände in den Schoß gelegt. Gerd begann mit einem ersten Groblektorat und ich setzte seine Hinweise um. Das führte zu einer zweiten Version, die er von mir als vollständiges Manuskript erhielt.

Diese zweite Version bekam Gerd im Juni 2017. Wegen Schwangerschaft und der Geburt meiner Tochter hatte sich mein Projekt „Ich schreibe ein Buch“ nämlich zeitlich stark verzögert. Jedenfalls folgte auf diese Version ein weiteres detailliertes Teillektorat von Gerd – gefolgt von einer weiteren Überarbeitung durch mich. Und wo stehen wir heute? Noch immer im Überarbeitungsmodus! Das Lektorat ist noch in vollem Gang und ich fiebere auf das Feintuning hin, das mein Manuskript für die Öffentlichkeit bereit machen soll.

Das Briefing des Grafikers als nächste Zwischenhürde

Neben dem Lektorat und der Finalisierung von Band 1 gibt es noch eine „Zwischenhürde“ zu meistern: Der Grafiker hat ein Briefing bekommen, das er als Basis für die Covergestaltung nutzt. In diesem Briefing schlaue ich ihn über die durch mich erschaffene Welt und den Inhalt der eBook Reihe auf, damit er eine Vorstellung darüber bekommt und seinen kreativen Kopf zum Dampfen bringen kann. Ich bin schon mächtig gespannt darauf, wie er die Ideen, die bisher nur in meinem Kopf sind, umsetzt!

Wenn ihr auf das Cover genauso neugierig seid wie ich, dann folgt mir doch auf Facebook, Instagram oder Twitter – oder haltet euch über das Abonnieren meines RSS Feeds zum Blog auf dem Laufenden. Sobald ich „grünes Licht“ und die Covergestaltung vom Mainbook Verlag erhalte, stellte ich das Cover natürlich hier und auf meinen Social Media Kanälen vor!

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – beim richtigen Menschen

Ich mache mir gar nichts vor: Mit meinem Manuskript war ich einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und vor allem: Der richtige Mensch hatte sich Zeit genommen, meine Manuskriptvorstellung zu lesen. Zwar bekam ich viele Absagen, doch der Zufall spielte mit rein, dass Gerd zumindest auf mein anderes Manuskript aufmerksam geworden war. Ich bin unglaublich gespannt darauf, was zum Jahresende aus meinem Manuskript wird – wenn es ein eBook mit Cover und allem Drum und Dran geworden ist. Dann kann ich mich auch auf den nächsten Teil konzentrieren und meine Vorstellungen und Ideen für Band 2 auf Papier bringen.

Ich freue mich, euch auf meine Reise zum verlegten Buch mitnehmen zu dürfen! Noch Fragen? Dann schreibt mir doch einfach – ich freue mich darauf!

4 Comments

  • Manfred Himmelreich August 24, 2017 at 9:41 am

    Hallo Katja,
    diese Story ist fast deckungsgleich mit meiner. Nach zwölf Bewerbungen an relevante Verlage bekam ich nur eine freundliche Absage. Von den anderen hörte ich überhaupt nichts. Der letzte Versuch bei Gerd schlug dann voll ein. Jetzt erscheint meine musikalische Autobiographie „Musik ohne Handkäs“ im Herbst.
    Viel Glück für dein Projekt
    Alfred Neumann
    (aka. Manfred Himmelreich)

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    • Katja August 24, 2017 at 10:00 am

      Das ist ja klasse, hier auf einen „direkten Kollegen“ zu treffen 😀 Vielen Dank für Deinen Kommentar 🙂 Da bin ich ja gespannt, wie es mit Deiner „Reise“ weitergeht. Dir viel Glück und natürlich auch ganz viel Erfolg für Dein Projekt 🙂 Liebe Grüße, Katja

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  • Kia Kahawa Oktober 20, 2017 at 12:06 pm

    Hi Katja,
    das klingt ja super. Vor allem nach nur drei Wochen schon ein Feedback?! Ich glaube, der Verlag und du habt einfach aufeinander gewartet 🙂
    Ich wünsche dir viel Erfolg mit dm Debüt!
    Liebe Grüße

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    • Katja Oktober 22, 2017 at 12:33 pm

      Vielen Dank :-* Und ja … es scheint fast so als hätten wir uns gesucht und gefunden 🙂

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