Mein Weg in den Journalismus

Ich mag meinen Job. Und ich mag mein Unternehmen. Allerdings ist es etwas schwierig, in meinem Job die Kreativität auszuleben. Richtlinien, Strukturen und vorgegebene Arbeitsweisen lassen da keinen großen Spielraum. Wohin also mit meinen Ideen, meiner Energie und meiner Kreativität im Allgemeinen? So oder so ähnlich waren meine Überlegungen als ich mich für mein Fernstudium im Journalismus entschied …

Journalismus

pixabay.com © markusspiske (CC0 Public Domain)

Es fing eigentlich schon wahnsinnig früh an

Ich muss ungefähr 13 Jahre alt gewesen sein. Wenn mich in dieser Zeit jemand fragte, was ich später werden möchte, antwortete ich immer wie aus der Pistole geschossen: „Journalistin!“ Aber das Leben spielt oft anders als erwartet. Im Jahr vor meinem Schulabschluss bewarb ich mich bei verschiedenen Unternehmen für einen kaufmännischen Ausbildungsberuf. Als ich einen Ausbildungsvertrag von einem tollen namenhaften Unternehmen erhielt, unterzeichnete ich euphorisch den Vertrag und absolvierte meine Berufsausbildung. Mein Traumberuf rückte in den Hintergrund und drohte, in Vergessenheit zu geraten. Doch mein späteres berufsbegleitendes Studium führte mir den Wunsch zu Schreiben wieder vor Augen.

Ich hatte die Qual der Wahl

So viel stand fest: Ich wollte schreiben! Doch wie sollte ich das anpacken? Es gab verschiedene Möglichkeiten, mit denen ich liebäugelte. Letztendlich musste ich mich zwischen zwei Varianten entscheiden:

  1. ein Fernstudium im belletristischen (/ kreativen) Schreiben oder
  2. ein Journalismus Fernstudium.

Meine Wahl fiel auf das Fernstudium zur Journalistin. Das hatte praktische Gründe: Ich wollte das Handwerkszeug zum Schreiben lernen. Ich wollte aber auch an mein B. A. Studium in Betriebswirtschaft (mit Vertiefung in Marketing und Unternehmensführung) anknüpfen und mich in Hinblick auf Kommunikationsmöglichkeiten weiterbilden. Dafür schien mir das Journalismus Fernstudium besser geeignet zu sein.

Noch während meinem Fernstudium Journalismus wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit

pixabay.com © markusspiske (CC0 Public Domain)

Als das Journalismus Fernstudium voranschritt, stellte ich eine Überlegung an, die der Grund für einen besonderen Wendepunkt in meiner bisherigen Karriere darstellt: Ich überlegte, ob ich mein gesamtes Wissen, meine Fähigkeiten und meinen Bildungsweg nicht nutzen kann, um mir neben meinem „Brotjob“ noch ein bisschen was dazu zu verdienen. Ich recherchierte, machte Pläne und begann, meine Idee von der Selbstständigkeit auszuarbeiten. Noch während des Fernstudiums machte ich mich als Texterin selbstständig und konnte so mein „Taschengeld“ schön aufstocken.

Also bastelte ich – unter großem Support durch Chris von der Webwerkstatt – meine erste eigene Firmenhomepage und betrieb fleißig Kundenakquise. Das machte sich bald bezahlt und die Aufträge trudelten immer regelmäßiger ein. Da ich meine Homepage selbst pflegte, lernte ich übrigens auch direkt den Umgang mit Joomla und WordPress – und das war letztendlich der ausschlaggebende Grund, wie ich Bloggerin wurde. Für meine Tätigkeit als Texterin habe ich mich beim Finanzamt übrigens als Freiberuflerin gemeldet. Für meine Aktivitäten als Bloggerin und für Blogmarketing habe ich zusätzlich ein Gewerbe angemeldet. Wer nämlich mit dem Schreiben Geld verdienen möchte, muss natürlich auch Steuern zahlen. Dabei kommt es allerdings auf die Feinheiten an mit der großen Preisfrage: „Gewerbe oder kein Gewerbe“.

Welche Erfahrungen habe ich mit dem Fernstudium Journalismus gemacht?

Ein Fernstudium kann ganz schön einsam machen und ich musste mir kräftig in den Hintern treten, um vor allem zum Ende hin alle Lehrbriefe rechtzeitig einzureichen. Kurz vor knapp habe ich es allerdings geschafft und meinen Abschluss mit einem schönen Zeugnis in der Tasche gehabt. Für mich hat sich das Fernstudium Journalismus auf jeden Fall gelohnt. Es war ein Herzenswunsch aus der Kindheit, den ich mir damit erfüllen konnte. Ob ich es weiterempfehlen kann? Jein! Sicher kann man im Fernstudium Journalismus vieles Lernen. Allerdings waren für mich die Beispiele und Erklärungen der Lehrbriefe nicht immer schlüssig. Ich vermisste den persönlichen Austausch mit anderen und musste mich, je nach Thema, durch die Medienlandschaft kämpfen, um Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Ob ein Fernstudium infrage kommt oder nicht, ist typabhängig. Ich habe zwei Fernstudiengänge hinter mir, eine Weiterbildung in Präsenzunterricht und ein Studium mit Präsenzveranstaltungen. Ich habe alles erfolgreich abgeschlossen. Aber die Präsenzveranstaltungen lagen mir persönlich deutlich besser.

Was genau ich alles für den Schritt in die Selbstständigkeit unternommen habe, ist eine andere, vermutlich deutlich längere, Geschichte. Dazu schreibe ich bald noch weitere Blogbeiträge. Wer weiß … Vielleicht kann ich damit ja dem einen oder anderen beim eigenen Schritt in die Selbstständigkeit helfen. Wenn ihr nichts verpassen möchtet, könnt ihr mir und meinem Blog auf Facebook, Instagram und Twitter folgen. Oder ihr haltet euch über den RSS Feed auf dem Laufenden. Auf allen Kanälen freue ich mich natürlich über eure Kommentare!

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